Titelbild zu Herbstgrasmilben

Herbstgrasmilben – Schnelle Hilfe gegen Juckreiz

Unser erster Herbst mit Hund hat uns direkt vor eine ziemlich lästige Herausforderung gestellt: Herbstgrasmilben! Oh Schreck! Wir hatten schon festgestellt, dass Buffy ihre Pfoten ausgiebiger putzt als sonst. Ein sowieso geplanter Besuch beim Tierarzt brachte dann die Gewissheit. Ihre Pfoten, besonders die Zehenzwischenräume, waren von winzigen roten Punkten befallen.
Zwar sagt man, dass die Zeit für diese Störenfriede von Mai bis Oktober geht, uns beschäftigen die winzigen Untermieter jedoch nach wie vor, deshalb möchte ich gerne darüber schreiben, wie wir sie bekämpfen.
Buffys Pfote mit Herbstgrasmilben

Die Herbstgrasmilbe

An sich lebt die Herbstgrasmilbe im Erdreich, wo sie sich ausschließlich vegetarisch ernährt. Die Quälgeister, die unsere Hunde, Katzen usw. befallen sind ihre Larven, denn sie ernähren sich von Zellsäften und Lymphen ihres Wirtes. 
 
Die Larve der Herbstgrasmilbe besitzt sechs Beine, mit denen sie an Grashalmen herauf wandert und auf einen Wirt wartet. Streift ein Hund den Grashalm, wird die Larve dies nutzen und sich umgehend ein einer dünnen Hautstelle festbeißen. Sie ritzt eine kleine feine Wunde in die Haut des Hundes, sondert ein lösendes Sekret ab und ernährt sich von dem aufgelösten Gewebe. Die Larve verbleibt so nun bis zu mehreren Tagen und saugt sich in der Zeit voll mit Lymphen und Zellsäften. Wenn sie abfällt lebt sie als ausgewachsene, vegetarische, Herbstgrasmilbe weiter.
 

Warum jucken Herbstgrasmilben bzw. ihre Larven so?

Durch das Speichelsekret der Larve kommt es zu einem unangenehmen Juckreiz. Dieser kann zu weiteren Verletzungen durch knabbern, wund lecken und damit einhergehenden Entzündungen der Haut führen. Im schlimmsten Fall ist die Behandlung mit Antibiotika notwendig. Unbehandelt fallen die Larven zwar auch irgendwann ab und verschwinden im Winter, die Quälerei und die daraus entstehenden weiteren Verletzungen möchte man seinem Hund jedoch ersparen.
Hundeohr

Was hilft gegen Herbstgrasmilben?

Eine Info vorab: Eine Behandlung gegen Herbstgrasmilben ist eigentlich nur notwendig, wenn dein Hund starken Juckreiz empfindet. Es gibt aber auch Hunde, die juckt das gar nicht 😄 Und die Herbstgrasmilben fallen von alleine ab und verschwinden mit Einbruch der Kälte von alleine wieder. 
Wenn dein Hund aber unter dem Juckreiz leidet und sich unter Umständen sogar blutig kratzt, musst du unbedingt den Befall behandeln!
 
Zunächst einmal solltest du heraus finden, wo sich die Larven festgebissen haben. Untersuche deinen Hund nach winzigen, roten, wund wirkenden Punkten an den besonders dünnen Hautpartien wie den Pfoten, vor allem zwischen den Zehen, aber auch hinter und in den Ohren, in den Achseln und am Bauch. 
Falls dein Hund wie Buffy nur an den Pfoten befallen ist, kannst du für die Behandlung weitestgehend mit dem von uns bereits vorgestellten Hundepfotenreiniger arbeiten. Sollten auch andere Körperstellen betroffen sein, kannst du die Behandlung genau so durchführen, musst deinen Hund aber ggf. in der Dusche/Badewanne behandeln. 

Unsere tägliche Herbstgrasmilben-Routine

Wir kommen vom Gassi und Buffy wartet brav im Flur, inzwischen kennt sie das Prozedere und lässt es auch anstandlos über sich ergehen.
Ich fülle den Hundepfotenreiniger* mit lauwarmem Wasser und einem Spritzer flüssiger Kernseife. Alternativ kann man auch Apfelessig 1 zu 5 mit Wasser verdünnen. Dann werden alle Pfoten nacheinander in den Hundepfotenreiniger gesteckt, kurz ein wenig einweichen gelassen, ich drehe den Becher dabei, da die Noppen des Hundepfotenreinigers dann auch die Zwischenräume der Zehen gut säubern, und schon ist das Pfötchen fertig. Nur noch abtrocknen.
Anschließend trage ich noch einen kleinen Klecks Kokosöl auf die wunden Stellen auf, die Buffy dann nicht mehr jucken und langsam abheilen können.
 
Durch diese täglich mindestens 3 Mal stattfindende Pfotenputz-Routine haben wir die Herbstgrasmilben und ihre Larven in die Knie gezwungen! 😄 Durch den Hundepfotenreiniger musste Buffy dafür nicht jedes Mal in die Badewanne, von der sie kein großer Fan ist. Das hat ihr uns und viel Stress erspart.
 
Als der Befall noch schlimmer war und der Klecks Kokosöl noch etwas mehr, habe ich Buffy Socken von mir angezogen und mit einem Tape leicht enger geklebt, damit sie halten und das Öl richtig einwirken kann, ohne, dass es von Buffy abgeschleckt und überall auf den Möbeln verteilt wird.
Und wo wir grad bei Möbeln sind: Du solltest unbedingt auch alle Decken, Kissen und Bezüge, mit denen dein Hund in Berührung gekommen ist, regelmäßig waschen, um den Befall noch weiter einzudämmen.
pfotenreiniger02

Vorbeugen mit Kokosöl

Da Grasmilben wie viele andere Parasiten äußerst empfindlich auf den Geruch von im Kokosöl* enthaltener Laurinsäure reagieren, lassen sich damit nicht nur bereits wunde und verletzte Stellen gut behandeln, sondern auch vorbeugen. Indem du also regelmäßig die potentiell gefährdeten Stellen deines Hundes mit dem Öl einreibst schützt du ihn vor weiterem Befall. Die antibakterielle Wirkung des Kokosöls unterstützt die Haut deines Hundes bei der Heilung.
Hundepfoten

Wenn alles nichts hilft

Es gibt sehr starken Befall, sehr starke Hautreaktionen und im schlimmsten Fall sogar allergische Reaktionen. Hier ist aber jeder Hund anders. Sollte sich jedoch keine Besserung den angegriffenen Stellen zeigen oder dein Hund weitere Symptome entwickeln, bitte suche einen Tierarzt auf und lasse deinem Hund ggf. ein Antibiotikum gegen die Entzündung geben. 
Wir sind so gut wie frei von Herbstgrasmilben, behandeln Buffys Pfoten aber weiterhin nach unserer Anleitung, um in den noch milden Temperaturen kein Risiko eines erneuten Befalls einzugehen. Wie bist du mit deinem Hund durch die Grasmilbenzeit gekommen? Wart oder seid ihr auf betroffen?
Pin zu Herbstgrasmilben
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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Wir hatten bisher immer Glück mit den Herbstgrasmilben – aber wir hatten schon einige andere Hautprobleme bei den unterschiedlichen Hunden. Daher gehört das “abstauben” mit leichtem Essigwasser regelmäßig zu unserem Pflegeprogramm … wir machen das aber einfach mit einem Eimerchen und einem Microfasertuch. Allerdings wird da der ganze Körper gereinigt und nicht nur die Pfoten – manchmal ist man schon überrascht, wie dreckig das Wasser danach ist 😉

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    1. Ohja, das Wasser ist bei uns danach auch regelmäßig eine braune Brühe 😀
      Hautprobleme sind wirklich ein Graus, es juckt und schmerzt die Fellnase und man kann einem Hund ja leider schlecht erklären, dass er nicht kratzen oder dran nagen soll. Wir wünschen euch, dass ihr wenigstens von Herbstgrasmilben immer verschont bleibt! 🙂
      Wuffige Grüße,
      Marion & Buffy

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