Titelbild zu Teil 1 Mein Hund kann nicht alleine bleiben

Serie: Mein Hund kann nicht alleine bleiben | Teil 1

Was dich hierher geführt hat kann ich gut nachfühlen, denn unsere Buffy fand das alleine bleiben anfangs auch alles andere als toll. Inzwischen klappt das jedoch ganz entspannt, deshalb zeige ich dir in der Serie: Mein Hund kann nicht alleine bleiben unsere Wege aus diesem Problem und hoffe, dass der ein oder andere Tipp dir dabei hilft, deinem erwachsenen Hund das alleine bleiben beizubringen. Für Welpen gelten da definitiv andere Regeln, darauf gehe ich hier aber nicht im Speziellen ein, da mir dazu persönlich einfach die Erfahrung fehlt.
Denk immer daran: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, weder als Hund noch als Herrchen/Frauchen.
 

Teil 1: Warum dein Hund nicht gerne alleine bleibt

Hunde sind grundsätzlich Rudeltiere und du nicht nur Freund und Spielkamerad, sondern auch der Rudelchef. Es gibt also verschiedene Gründe, warum ein Hund Probleme mit dem alleine bleiben haben oder bekommen kann. Diese zu verstehen hilft dir beim richtigen Umgang damit. Die folgenden Hauptgründe möchte ich dir zunächst erläutern:
  1. Er vermisst dich und deine Nähe! – Wie oben erwähnt sind Hunde Rudeltiere, die am liebsten ganz nah bei ihrem Menschen sind. Auch in der Mehrhundehaltung kann man gut erkennen, das Hunde Nähe suchen und nicht selten auch aneinander gekuschelt schlafen. Gleichermaßen gibt es natürlich auch solche, die lieber für sich sind, eben je nach Charakter des Tieres. Grundsätzlich möchte ein Hund aber ein “Leittier” haben oder sein. 
  2. Ihm ist langweilig! – Dein Hund ist unterfordert und wünscht sich mehr Beschäftigung. Wenn er keine Alternative außer dir geboten bekommt wird er deine Abwesenheit umso mehr verabscheuen. Vielleicht bietest du ihm aber auch bereits Möglichkeiten zur Beschäftigung an, die ihn einfach nicht interessieren oder über- bzw. unterfordern.
  3. Er denkt, er müsse nun das Revier kontrollieren und beschützen und ist mit der Verantwortung überfordert! – Manche Hunde verhalten sich sehr territorial und übernehmen die Rolle des Rudelchefs und Aufpassers, wenn ihr Mensch nicht anwesend ist.
 
Jeder Hund ist anders und hat eigene Bedürfnisse. Bitte nimm diese Beiträge als Leitfaden, aber nicht als Anleitung, um mit deinem Hund das alleine bleiben zu üben. 
vermissen

Neue Umgebung und direkt allein?

Direkt vorweg: Nein! In den meisten Fällen tritt das Problem mit dem nicht allein bleiben können von Hunden direkt am Anfang auf, wenn dein Fellfreund bei dir eingezogen ist. Du hast dir hoffentlich ausreichend Urlaub genommen, um ihm die Eingewöhnung so leicht wie möglich zu gestalten, die Arbeit sitzt dir aber doch im Nacken und dein Hund muss nach deinem Urlaub definitiv alleine bleiben. 
Natürlich gibt es auch die Fälle, in denen sich die Lebenssituation einfach im Laufe eines Rudel-Daseins verändert und alle Beteiligten müssen sich neu arrangieren. In dem Fall helfen diese Tipps aber hoffentlich auch. Ich möchte aber im Speziellen auf die Situation “ein Hund zieht ein und soll das alleine bleiben lernen” eingehen, da ich genau in dieser Situation noch vor wenigen Monaten selbst steckte und anfangs nicht weiter wusste. 
 

Ganz wichtig zu allererst, ignoriere deinen Hund! 

Du möchtest erreichen, dass dein Hund versteht, dass er nicht immer deine Aufmerksamkeit hat und du nicht immer verfügbar bist. Im Urlaub ist das natürlich anders, genau wie am Wochenende oder Feiertagen (zumindest bei den meisten). Aber du möchtest deinem Hund von Anfang an beibringen, dass es nicht schlimm ist, wenn du nicht da bist. Also “fake it, till you make it”! 
Führe eine Ignorierzeit ein, die du langsam auf die Dauer erweiterst, die dein Hund am Ende auch alleine bleiben soll. Ignorier ihn nicht von jetzt auf gleich stundenlang, sondern baue diese Übung genau wie jede andere langsam auf. Und in dieser Zeit ignorierst du deinen Hund komplett! Kein Blick, kein Wort, kein Kontakt,. als wärst du nicht da. Wenn dein Hund die Ignorierzeit gut annimmt, kannst du den folgenden Schritt überspringen.
ignorierzeit

Falls dein Hund jedoch überhaupt nicht zur Ruhe kommt und gar nicht weiß was passiert, während du ihn ignorierst, versuche ihn zunächst über einige Tage hinweg mit einem kleinen Trick zu beruhigen:

Konditioniere ihn auf einen Duft, der für ihn angenehm ist!

Hierfür empfehle ich unbedingt rein biologische Düftöle*, die du auch in der Drogerie finden kannst. Probiere verschiedene Düfte, du wirst sehen, wie dein Hund darauf reagiert. Ich kann sowohl Lavendel- als auch Vanille-Duft empfehlen, beide fand sowohl Buffy als auch das Menschenrudel angenehm. 
Hast du den richtigen Duft für euch gefunden nimmst du ein altes Küchentuch oder ähnliches und gibst einen kleinen Tropfen (wirklich wenig, dein Hund riecht sehr gut!) auf das Tuch, welches du ab sofort immer dann in die Nähe deines Hundes legst, wenn er sich gerade so richtig entspannt. In diesen Momenten solltest du deinen Hund definitiv ignorieren, damit er den Geruch nicht mit Aktivität mit seinem Menschen verbindet. Stattdessen wird er diesen Duft immer mehr mit dem Gefühl der Ruhe verbinden und dies hilft euch im weiteren Training. Sobald dein Hund wieder aktiver wird nimmst du das Tuch weg und packst es in eine Dose oder in den Kühlschrank. Am besten lüftest du danach kurz den Raum. Wenn der Duft verschwunden ist, kannst du dich auch wieder mit deinem Hund beschäftigen.
 
Durch dieses Training ist es langfristig möglich, einen ruhigeren Gemütszustand hervorzurufen. 
 

So übst du das alleine bleiben

Du hast dir also Urlaub genommen, mindestens 2-3 Wochen, und dein Fellfreund ist eingezogen. Im besten Fall hast du vom ersten, meinetwegen auch vom zweiten Tag an bereits begonnen, das alleine bleiben in kleinen Schritten zu üben. Mit kleinen Schritten meine ich wirklich Welpentapser von wenigen Sekunden! Unter Umständen hast du zunächst begonnen deinen Hund auf einen “Ruhe-Duft*” zu konditionieren, du kannst mit dem Training aber trotzdem bereits voran gehen und beides miteinander verbinden.
 

Entspanne deinen Hund!

Warte, bis dein Hund einen entspannten Zustand erreicht hat. Das ist in den ersten Tagen vielleicht nicht so häufig der Fall, da alles noch neu und aufregend ist, aber selbst der aufgeregteste Hund wird irgendwann müde sein. Nutze diesen Vorteil, denn es wird dir später sehr helfen! Verwende hierfür gerne den in Teil 1 aufgebauten Ruhe-Duft. 
 
Wenn Hund also im Bettchen, auf dem Sofa oder wo auch immer gemütlich ein Schläfchen schläft oder ruhig vor sich hin dämmert, stehe auf, verlasse für Sekunden (!) den Raum ohne die Tür hinter dir zu schließen, und kehre sofort wieder zurück. Dies machst du oft, sehr oft! 😄Dann erhöhst du langsam die Dauer deiner Abwesenheit. Sowohl beim Verlassen als auch beim Betreten des Raumes ignorierst du deinen Hund natürlich komplett! Das kann sehr hart sein, wenn man freudig begrüßt wird, also sei gewappnet! 😄
Dein Hund wird vielleicht aufstehen und dir hinterher laufen wollen. Ganz sicher sogar! Hierfür gebe ich dir im 2. Teil der Serie: Mein Hund kann nicht alleine bleiben weitere hilfreiche Tipps, damit du deinen Hund während deiner Abwesenheit beschäftigen kannst und er es gar nicht mehr so schlimm findet, wenn du nicht da bist. 
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