Hundehalterknigge – 7 Regeln fürs Gassi gehen

Hundehalter sind eine besondere Spezies Mensch: Alle sind sie Alltags-Abenteurer die ihre Liebe zum Hund vereint. Man sollte doch meinen, dass man als Hundehalter mit anderen Hundehaltern prima klar kommt. Wäre da nicht der Fakt, dass es sich bei Hundehaltern um Menschen handelt und denen gute Manieren beizubringen ist manchmal schwieriger, als einen Welpen zu erziehen.
 
Damit du dich nicht bei anderen Hundehaltern unbeliebt machst, solltest du stets einen gewissen Hundehalterknigge befolgen den wir dir hier erklären. 

Inhaltsverzeichnis

Hundekot aufheben

Es sollte selbstverständlich sein und ich ärgere mich, dass ich es dennoch schreiben muss. Heb den Hundekot auf! Die Häufchen liegen überall in der Gegend rum, aber jeder behauptet, die Häufchen seines Hundes aufzusammeln. Wenn dem so wäre, würde man nicht ständig in einen treten. Also hinterlasse nicht die Hinterlassenschaften deines Hundes.
 

Grüßen tut nicht weh

Die einfachsten Konventionen gelten für manche Menschen scheinbar nicht. Sei nicht unhöflich! In der Großstadt musst du sicher nicht jeden der 100 Fußgänger, die du beim Gassi gehen triffst, grüßen, aber es bricht dir keinen Zacken aus der Krone, wenn du z.B. andere Hundehalter bei Begegnungen grüßt.
Wie oft ich schon erlebt habe, dass sich die Hunde beschnuppern, mein menschliches Gegenüber sich aber nicht mal zu einem Nicken hat durchringen können..

Gleiches Recht für alle

Hunde sollten sich immer auf Augenhöhe begegnen. Wenn du also auf euren Gassirunden auf einen angeleinten Hund triffst und dein Hund gerade frei läuft, sei so nett und leine deinen Hund ebenfalls an. Du weißt nicht, aus welchem Grund der andere Hund an der Leine läuft. Vielleicht ist er krank oder alt, wurde gerade operiert oder ist einfach nicht abrufbar. Sei fair und lass deinen Hund nicht einfach frei um den anderen Hund herum laufen, denn auch, wenn euer Rückruf sitzt, kann das immer mal daneben gehen. Geh weder für deinen Hund noch für den anderen dieses Risiko ein!
 

Keine direkten Leinenbegegnungen

Vielleicht ist es dir auch schon mal passiert, dass deine Hundeleine sich mit der eines anderen Hundehalters verheddert hat, weil die angeleinten Hunde umeinander kreisten. Nicht nur besteht dabei eine Verletzungsgefahr für Hunde und Halter, auch ermöglicht die Hundebegegnung an der Leine keine adäquate Kontaktaufnahme und verhindert “hündisches” Verhalten. In einer sicheren Umgebung, z.B. auf Freilaufflächen, können beide Hunde nach Rücksprache abgeleint werden und sich mit ihrem Artgenossen richtig verständigen.
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Der will nur spielen

Es ist egal, ob dein Hund super freundlich ist und nur spielen will, oder ob er tatsächlich den anderen Hund attackieren will. Frage dein Gegenüber BEVOR du deinen Hund ungebremst auf seinen Hund los lässt. Selbst die friedlichsten Hundefreundschaften können in einen Kampf ausarten, wenn sich ein Hund falsch verhält. In unserer Nachbarschaft z.B. ist ein sehr süßer Schäferhund-Mischling unterwegs, der so lammfromm ist, wie man es sich nur vorstellen kann. Sein Herrchen lässt ihn aber leider immer von der Leine wenn er uns sieht, “weil er uns ja so mag” und der rennt dann schnurstraks auf Buffy und mich zu. Er will nur spielen, Buffy will nur flüchten. Wenn ich Buffy dann auch ableine, damit sie sich auf “Augenhöhe” begegnen können, besteht die Gefahr, dass sie vor Angst davon läuft. Und das alles, weil der andere Hund nur spielen will.
 
Es ist wie beim Menschen: “Die Freiheit eines jenen beginnt dort, wo die Freiheit eines anderen aufhört.” (Immanuel Kant). Und wenn dein Hund andere bedrängt, dann ist das kein Spaß für beide Seiten und damit ist eigentlich schon alles erklärt.

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Keine Hobby-Jagd

Wenn dein Hund einen Jagdtrieb hat, ist es besonders in der Brut- und Setzzeit unerlässlich, ihn an der Leine zu führen. Ca. ab April solltest du dich daher vor allem im Wald nur auf ausgewiesenen Wegen bewegen und deinen Hund nicht umher stöbern lassen, um kein Wild aufzuschrecken oder gar zu reißen. Übrigens reicht es schon aus, wenn dein Hund ein Rehkitz berührt weil er schnüffelt,  damit das Muttertier vom Geruch so irritiert ist, dass es das Kitz verstößt.
Gassi gehen

Finger weg von fremden Hunden

Bitte den Halter um Erlaubnis, bevor du einen fremden Hund streichelst! Du weißt nicht, welche Erlebnisse der Hund gemacht hat! Der Hund eines früheren Nachbarn durfte z.B. überall gestreichelt werden, außer an den Ohren, weil er schlimme Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht hatte. Wenn der Hund an den Ohren gestreichelt wurde, hat er geschnappt. Frage also, BEVOR du streichelst!
 
Die Liste könnte ich wahrscheinlich noch ewig so fortsetzen, weil es leider einiges gibt, das Hundehalter im Alltag falsch machen können. Ich finde aber diese 7 Punkte am wichtigsten und hoffe, dass sie dir im Aufeinandertreffen mit anderen Hundehaltern hilft.
Welche Regel würdest du noch ergänzen? Verrate es uns gerne in einem Kommentar!

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